Bei mir bleiben - Über Identität, Informationsflut und das Leben im Jetzt
- Sandra Lösche

- 18. Feb.
- 3 Min. Lesezeit
Manchmal entstehen die klarsten Gedanken im einfachen freien Sprechen oder Schreiben.
Ohne Skript. Ohne Plan. Einfach aus dem Moment heraus.
In diesem Beitrag geht es um vieleThemen - und doch irgendwie um einen einzigen Kern:
Bei sich bleiben.
Ich werde all dies hier trotzdem ordnen; soweit wie möglich ;-)
1. Social Media Pause - Raum statt Reiz
Mittlerweile Tag 18 ohne Social Media Konsum und Content posten.
Was sich zeigt, ist ganz viel Raum. Für mich.
Raum für:
neue Ideen
innere Sortierung
echte Gespräche
noch mehr wahres Leben uns Sein
bewusste und gezielte Informationsaufnahme
Der entscheidende Unterschied bezüglich Infos, News etc.: Informationen erreichen mich nicht mehr automatisch. Ich wähle sie.
Wir leben in einer Zeit, in der die generelle Informationsdichte exponentiell zunimmt.
Studien zur digitalen Reizüberflutung zeigen, dass unser Nervensystem dauerhaft im Alarmmodus sein kann, wenn wir keine bewussten Filter setzen.
Aufmerksamkeit ist eine Ressource - keine Selbstverständlichkeit.
Indem ich entscheide, womit ich mich befasse, entsteht Klarheit.
Und Klarheit schafft ganz viel innere Ruhe und Frieden. Und daraus kann ich stimmiger entscheiden und leben.
2. Identität - der Kern meines Wirkens
Im Laufe der letzten Wochen hat sich mein eigenes Wirken weiter verdichtet.
Klare Essenz: Es geht um Identität.
Und dies auf zwei Ebenen:
Die Identität, die wir aktuell leben
Die Identität, die unter alten Geschichten liegt
Unter:
anerzogenen Mustern
übernommenen Erwartungen
alten Selbstbildern
gesellschaftlichen Zuschreibungen
Identitätsarbeit bedeutet nicht, sich neu zu erfinden. Sie bedeutet, Schichten abzulegen. Schritt für Schritt. Achtsam.
Und das verändert alles:
Entscheidungen
Beziehungen
berufliche Ausrichtung
Selbstwahrnehmung
3. Gegenwart als Anker
Wir wissen nicht, was morgen ist. Nicht einmal, was im nächsten Moment geschieht.
Das klingt banal - ist aber radikal.
Ein Großteil unserer mentalen Energie fliesst in:
Zukunftsszenarien
Ängste
Zweifel
Planungszwänge
hypothetische Probleme
etc.
Und gleichzeitig bleibt der gegenwärtige Moment so oft unbeachtet.
Im Hier und Jetzt zu leben heisst nicht, die Zukunft zu ignorieren.
Es heisst, den einzigen realen Handlungsspielraum zu nutzen: diesen Moment.
4. Astrologie als Energiearbeit - nicht als Prognose
In diesem Zusammenhang habe ich auch noch einmal klar bemerkt und möchte dies hier benennen: Ich arbeite nicht prognostisch. Habe und wollte ich auch noch nie. Punkt.
Astrologie ist für mich kein Vorhersageinstrument. Sie ist ein Energiespiegel.
Energien zeigen Möglichkeiten. Wie wir sie nutzen, bleibt unsere Entscheidung. Im Rahmen unseres freien Willens.
Und freier Wille ist kein romantisches Konzept - er ist Verantwortung. Eigenverantwortung.
5. Vergangenheit - lernen statt festkleben
Rückschau ist wertvoll.
Sich in der Vergangenheit verlieren nicht.
Erkenntnis entsteht durch Bewusstheit, nicht durch ewige Wiederholung alter Geschichten.
Demzufolge bedeutet meine Identitätsarbeit auch:
alte Narrative zu überprüfen
Muster zu erkennen
Verantwortung zu übernehmen
Ohne Drama. Ohne Selbstverurteilung.
Sondern offen anschauen, beobachten, einordnen, fühlen, entscheiden, leben.
6. Informationsflut - erst der Anfang?
Ein Gedanke kam mir besonders klar: Wir stehen vermutlich erst am Anfang der Informationsbeschleunigung.
Technologie, KI, globale Vernetzung - alles wird stetig schneller, dichter, lauter.
Umso wichtiger wird innere Stabilität. Nicht als Abwehr, sondern als Orientierung.
Wer bei sich bleibt, wird weniger manipulierbar. Weniger reaktiv. Mehr handlungsfähig.
7. Bücher - ein anderer Rhythmus von Wissen
In dieser, für mich ruhigeren Phase greife ich wieder verstärkt zu Büchern.
Lesen ist:
verlangsamte Informationsaufnahme
vertiefte Auseinandersetzung
Fokus
aktives Denken
Bilderwelten im Inneren aktivieren
Ich arbeite richtig mit den Büchern: markiere, schreibe hinein, erweitere die Texte.
Manchmal lese ich quer. Manchmal sehr tief und hinterfragend.
Ist das reduzierte Aufmerksamkeit?
Oder die Fähigkeit, im richtigen Moment das Richtige zu finden?
Vielleicht beides.
Interessant ist: Bücher begegnen mir oft genau dann, wenn ich sie brauche.
Geht die dies auch so?
Manchmal entdecke ich ein Werk neu, das ich Jahre zuvor schon gelesen habe und sehe es mit völlig anderen Augen. Verstehe es anders. Ziehe neue Erkenntnisse daraus.
Das zeigt: Wir entwickeln uns ständig.
Und mit uns entwickelt sich unsere Perspektive.
8. Entwicklung ist Lebendigkeit
Leben ist Bewegung. Leben ist Veränderung.
Hochs und Tiefs gehören dazu. Freude und Schmerz. Zweifel und Klarheit.
Entwicklung darf ernsthaft sein und gleichzeitig leicht. Sie darf wehtun und Freude machen.
Stagnation ist Stillstand.
Bewegung ist Leben.
9. Unterstützung suchen - bewusst und intuitiv
Wenn du merkst, dass du nicht allein durch bestimmte Prozesse gehen möchtest, ist das kein Zeichen von Schwäche.
Es ist ein Zeichen von Reife.
Wichtig ist nur:
dem eigenen Gefühl zu vertrauen
sich nicht vom Lautesten leiten zu lassen
sondern vom Stimmigsten
Begleitung wirkt dort, wo Vertrauen spürbar ist.
Abschluss
Bei sich zu bleiben ist kein Rückzug. Es ist eine bewusste Entscheidung.
In einer Zeit, die immer lauter wird, wird innere Klarheit zur Kompetenz.
Und vielleicht beginnt sie genau hier: Im jetzigen Moment. Bei dir.
Sei herzlich gegrüsst
Sandra
Manche Wege gehen sich leichter gemeinsam.
Informationen zu meiner Begleitung findest du hier auf meiner Website.


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